Angedacht


„Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.“ (Hebräer 11,1)


Wie aus dem Lexikon. So klingt der Bibelspruch aus dem Hebräerbrief. So, als ob dem Leser 100%ig klar gemacht werden soll, was Glaube ist – und was nicht. Man muss den Satz mehrfach lesen, um ihn zu verstehen.

Was ist Glaube? Wen immer man fragt, man wird von jedem eine andere Antwort bekommen. Glaube ist eine persönliche Einstellung. Oft hat es auch mit eigenen Erfahrungen zu tun, die man mit Gott gemacht hat. Von daher hat Glaube etwas mit Vertrauen Gott gegenüber zu tun.
Kannst du Gott vertrauen? Das ist eine persönliche Frage, die man nur persönlich beantworten kann. Der Hebräerbrief versucht, für den Glauben zu werben. Er schreibt an Menschen, die im Glauben müde geworden sind. Sie interessieren sich nicht mehr für die Gottesdienste und bleiben lieber zuhause, lesen wir. Vielleicht erwarten sie auch nichts mehr von Gott. Ihr Glaube ist träge, müde und schwach geworden, obwohl sie sich nach großen übernatürlichen Erfahrungen sehnen. Zu Beginn des Hebräerbriefes geht es um die Verehrung von Engeln, also von himmlischen Wesen, die den Menschen ganz nah sind. Dieses Sehnen schien ein Ersatz für die persönliche Beziehung zu Gott geworden zu sein.

Die Verehrung von Engeln ist ein falscher Weg, sagt der Schreiber des Hebräerbriefes. Heute würde man auch vor Ausflügen in die Esoterik warnen. Diese Wege führen nicht zu Gott. Nur Jesus führt zu Gott. Nur er ist der einzige Mittler zu Gott. Deshalb muss man ihn, „den Anfänger und Vollender des Glaubens“ (Hebräer 12,2) mit ins Lebensboot holen, sonst müht man sich mit toter Spiritualität ab und kommt doch nicht zu Gott.

Wer Jesus vertraut, auch wenn man ihn nicht sehen kann, der erlebt Wunder. Ein Wunder ist eine Begebenheit, die offensichtlich von Gott kommt und die völlig unverdient und unerwartet eintritt. Wunder kann man nicht planen. Sie geschehen aber häufig gerade dann, wenn jemand im Glauben Jesus um sein Eingreifen bittet. Glaube bewirkt nicht nur Wunder. Er macht auch stark im Leiden und hilft, auch in scheinbar ausweglosen Situationen die Hoffnung nicht zu verlieren. Davon wird uns im Hebräerbrief im 11. Kapitel in vielen Beispielen berichtet.

Glaube – wozu? Im Glauben lässt man sich auf Gott ein. Man vertraut ihm, geht mit ihm und erlebt neue übernatürliche Kraft und Hoffnung. Glaube setzt etwas frei. Er öffnet uns das Herz für die für unsere Augen unsichtbare Dimension von Gottes Handeln. Unser Glaube bewegt aber auch Gott, sodass er in unserem Leben, ja in dieser Welt wirkt. Wie das geschieht, bleibt ein Geheimnis. Gott lässt sich nicht in allem in die Karten schauen, aber durch den Glauben an seinen Sohn Jesus können wir ihm näherkommen. Ganz nah sogar.

Vertraue Jesus. Gehe Schritte im Glauben mit ihm, auch wenn es dich herausfordert. Dann wirst du Gottes Antwort erfahren! Das wünsche ich dir von ganzem Herzen.

Ihr / euer Klaus Philipsen
Die nächsten Termine:

27.05.2018
  10:00 Gottesdienst
Datum:27.05.2018
Uhrzeit: 10:00 - 11:00
Anlass:Gottesdienst
Predigt:Klaus Philipsen
Thema:Jüngerschaft (2): Gehorsam

29.05.2018
  15:00 Bibelgesprächskreis
Datum:29.05.2018
Uhrzeit: 15:00 - 16:00
Anlass:Bibelgesprächskreis
Ort:Von-Behring-Str. 66
Leitung:K. Philipsen
Thema:Jüngerschaft (2): Gehorsam

03.06.2018
  10:00 Gottesdienst mit Abendmahl
Datum:03.06.2018
Uhrzeit: 10:00 - 11:00
Anlass:Gottesdienst mit Abendmahl
Predigt:Klaus Philipsen
Thema:Schlechte Nachrichten vonGott-was nun?Jer.23,16-29


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